Aktuelle Trends – BPMN 2.0 und seine zahlreichen Softwareanbieter

Als im Jahr 2013 die damaligen BPMN-Trends (Business Process Modelling and Notation) definiert wurden, umfassten diese neben der Symbolsprache BPMN 2.0 auch eher unbekannte Aspekte, wie die damals brandaktuelle Prozessautomatisierung. Was sich in fast drei Jahren getan hat? Aus Sicht der Experten nicht einmal allzu viel, glaubt man aktuellen Beiträgen hochrangiger Prozessmanager.

Blogs zum Thema Prozessmodellierung und Prozessmodelle explodieren

Grundsätzlich ist das Thema BPMN 2.0 nicht neu: Bereits 2011 fand die offizielle Verabschiedung des neuen BPMN-Standards statt, welcher aus Gründen der Nachvollziehbarkeit gründlich überarbeitet wurde. Unter die zentralen Aspekte fielen demnach unter anderem die bessere Integration der Mitarbeiter sowie die nachhaltige Optimierung der Prozesschoreografie.

Computer zum Bloggen

Auch zum Thema Prozessmanagement und BPMN 2.0 bloggen immer mehr Unternehmen.

Aus dieser Perspektive gesehen, erscheint die derzeit stattfindende Expansion vieler Prozessblogs geradezu unausweichlich. In fast jeder Form sind sie präsent und stellen ein mitunter praktisches Online-Handbuch für ausgewählte Prozessthemen (z.B. neue Modellierungstools oder Modellierungskonventionen) dar. Etablierte Firmen und Wirtschaftsprofessoren wie iGrafx oder der Autor Dr. Thomas Allweyer haben es vorgemacht und publizieren in regelmäßigen Abständen hochwertigen Content.

BPMN 2.0 als schlichte Modellierungssprache?

Doch was verstehen ein Ed Maddock (Geschäftsführer von iGrafx) und ein Thomas Allweyer (Blogger auf kurze-prozesse.de) eigentlich unter Prozessen? Ist BPMN 2.0 für sie nur eine schlichtes Modellierungswerkzeug? Ein Mittel zum Zweck? Nun, allem Anschein nach nicht.

Denn für diese Männer sind Prozesse zu einem Teil ihrer privaten Popkultur geworden. Zumindest wenn man den pathetisch verfassten Beiträgen glaubt, die auf beiden Plattformen durchgehend erscheinen. Einfach gesprochen, haben wir hier unseren ersten Trend ausgemacht: BPMN-Blogs die zu altbekannten Themen schreiben und nicht vorhandene Neuheiten kritisieren.

Ist das wirklich alles?

Das es im Bereich BPMN nichts neues gibt, täuscht nicht darüber hinweg, dass auf der anderen Seite neue Software Einzug in deutsche Büros halten wird. Von Linda Holz in einem Blogbeitrag auf der deutschsprachigen iGrafx-Website veröffentlicht, wirkt die neuste Version “Origin” wie ein futuristisches Fenster, soll es doch die Prozesse des Users mithilfe des Internets miteinander verbinden.

Große Investitionen = Innovationen?

Während iGrafx die Cloudlösung gerade für seine Zwecke entdeckt, setzen ausschließlich auf Cloudsysteme vertrauende Unternehmen wie Signavio auf das Investitionsprinzip: 31 Millionen Euro wurden in das Berliner Unternehmen seitens eines großen Investmentpartners im letzten Jahr investiert. BPMN-Innovationen für Geld? Fraglich, zumal die Summe zu einem Großteil dem ,,Ausbau der internationalen Präsenz” dienen soll, wie Gründerszene.de mitteilte.

Fazit

Echte Neuheiten gibt es seit 2013 nicht wirklich. BPMN 2.0 selbst steht 2016 noch immer für die gleichen Grundwerte wie damals. Veränderungen im Bereich BPM sind dafür zahlreich zu beobachten, wie z.B. die Tendenz zu cloudbasierten Softwaresystemen von Signavio und mittlerweile auch iGrafx.